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Themen & Top-BegriffeAachener Zeitung / Aachener Nachrichten vom 14.12.2011
von Guido Jansen
Aachen. Wenn man um den Titel der besten Frauen-Fußball-Mannschaft der Region mitspielen will, dann ist die Auslosung kein Wunschkonzert. Das weiß auch Jakob Scherres, der Trainer-Fuchs der Frauen von Viktoria Rot-Weiß Waldenrath-Straeten, schon lange. Trotzdem meldete sich der 70-Jährige während der Auslosung der Endrunde um den Sparkassen-Hallencup 2012 der Frauen zu Wort. "Da muss ein Missverständnis vorliegen", sagte der Trainer und signalisierte den anwesenden Kollegen mit einem Lächeln auf den Lippen, dass sein Einwurf nicht ganz ernst gemeint war.
Trotzdem - bessere Vorzeichen hatte sich Scherres schon erhofft. Denn von Losglück kann man nicht sprechen, wenn man mit dem Regionalligisten und Titelverteidiger Alemannia Aachen und mit den Sportfreunden Uevekoven einen Dauerrivalen aus der Mittelrheinliga in einer Gruppe spielt. "Wir sind der ewige Tabellenführer in der Mittelrheinliga, und wir nehmen von Anfang an am Hallencup teil. Gewonnen haben wir aber noch nie", so Scherres. Dabei steht ein Sieg beim Hallencup schon lange auf seiner Wunschliste. "Das wird ganz schwer für uns", sagte der Mann, der mit seinen 43 Jahren als Trainer einer Frauen-Mannschaft wohl einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt hat, mit Blick auf die Vorrunde.
Machbarer klingt da schon das Los, das der SV Eilendorf erwischt hat. Das Team um Jugendleiter Herbert Hahn richtet die Endrunde des Hallencups am 29. Januar in der kleinen Halle an der Neuköllner Straße aus. "In unserer Gruppe steht direkt zu Beginn ein ganz wichtiges Spiel an", blickte Hahn auf die Auslosung. Zum Auftakt trifft Eilendorf auf den Mitfavoriten Kesternich. "Wenn wir es dann bis ins Finale schaffen würden und auf die Alemannia treffen, dann wäre die Motivation sicher das geringste Problem", formulierte Hahn.
In solchen Größenordnungen denkt Ralf Piotrowski noch nicht. Er ist Trainer des Frauen-Kreisligisten FC Sparta Würselen. Sein Team nimmt zum ersten Mal am Hallencup teil. "Für unsere Spielerinnen ist das eine tolle Gelegenheit, im Winter in der Halle zu spielen", sprach Piotrowski von der Vorfreude bei den Frauen. Die Würselenerinnen treten bei der Vorrunde am 7. Januar in der Stadionhalle Oberbruch an. Ob es reicht, um sich als Gruppensieger oder bester Zweiter für die Endrunde zu qualifizieren, vermag der Trainer nicht zu sagen. "Das wird sicher schwer."
Das trifft auch auf die Frauen von Eintracht Warden zu. "Das wird für uns ganz schwer. Zudem haben wir eine sehr harte Gruppe in der Auslosung erwischt", sagt Wardens Teammanager Markus Altmann, der nicht an ein Erreichen der Endrunde in Aachen glaubt. "Unsere Mannschaft ist ja noch sehr jung, die meisten kamen gerade aus den A-Juniorinnen herauf. Zehn Neuzugänge mussten eingebaut werden. Aber wir möchten die Großen ein wenig beim Turnier ärgern."
Top-Favorit und Titelverteidiger ist Alemannia Aachen, das diesmal nur noch mit einer Mannschaft antreten darf. "Für uns ist das zwar schade, aber aus Sicht der anderen Vereine finde ich das in Ordnung", ist Aachens Trainer Manuel Ortiz-Gonzales ein fairer Sportsmann. "Wir haben eine schwere Gruppe mit Uevekoven und Waldenrath erwischt, schade, dass wir bereits in der Vorrunde aufeinander treffen. Als Titelverteidiger wollen wir erneut das Finale erreichen."
Gruppeneinteilung des Frauen-Turniers
Vorrunde, 7. Januar 2012 - Stadionhalle Oberbruch, 13.00 Uhr
Gr. A:
Gr. B:
Endrunde, 29. Januar 2012 - Kleine Halle Neuköllner Straße, Aachen, 14.00 Uhr
Gr. A:
Gr. B: